FÜR WEN UND WIE?

Kennst Du das?

Wahrscheinlich hast Du schon in der Schule gemerkt, dass „laut“ gewinnt. Vielleicht hast Du es damals schon als ungerecht empfunden, dass Du viel Wissen hast, Zusammenhänge blitzschnell erkennst, Deine ungewöhnlichen Ideen gerne einmal ausgesprochen hättest, Du das alles aber im Unterricht nicht zeigen konntest? 

Die wilden Fingerschnipser wurden bevorzugt, gaben eine schnelle, einfache Antwort und dann ging es weiter im Text. Du warst mit Deinen Gedanken aber noch in der Tiefsee, mit einem leichten Gefühl des Versagens im Magen. Wieder eine verpasste Gelegenheit. Lohnt es sich überhaupt, dem Unterricht noch zu folgen? Interessiert es jemanden, ob Du Teil der Schulklasse bist?  

Deine schriftlichen Leistungen waren hervorragend. In Deinem Zeugnis stand aber: “könnte sich stärker am Unterricht beteiligen”. Unterm Strich waren Deine Noten passabel. Dass Du von Deinem Intellekt her den sofortigen Zugang zum Medizin-Studium gehabt hättest, schluckst Du einfach herunter und machst erst einmal eine Ausbildung. 

Kann ja sein, dass Du Deine Zurückhaltung gar nicht so sehr in der Schule gespürt hast, weil Du all Deinen Mut zusammengenommen hast und es „denen“ gezeigt hast. Dafür hast Du Dich außerhalb der Schule eher zurück gezogen und hast lieber gelesen, getüftelt, gemalt, geschrieben oder musiziert als jede Party mit zu feiern. Du warst ja auch selten eingeladen, denn stille Beobachter waren irgendwie suspekt und auf Deine philosophischen Gesprächsthemen hatte beim Feiern keiner wirklich Lust.

Solche Erlebnisse kennst Du bestimmt und in späteren Lebensphasen wiederholt sich das alles in ähnlicher Form. Damit bist Du nicht so allein, wie es Dir manchmal vorkommt. Ca. 30 % der Menschen sind ebenso introvertiert, aber einigen merkt man es nicht an. Introvertiertheit kann durch langjähriges bewusstes Einüben und auch unbewusstes Nachahmen so gut getarnt sein, dass es von Mitmenschen und teilweise auch von der eigenen Person gar nicht mehr bemerkt wird. Solange dieses Spiel von eigenen inneren Werten getragen wird, fühlen sich alle Beteiligten gut damit. Wird die Rolle aber so gestaltet, dass sie das Selbst verleugnet, entstehen Unzufriedenheit und Stress.

Hin und wieder ist ein kleines Schauspiel sehr nützlich und es fällt immer dann ganz leicht, wenn Du dabei für eine Sache eintrittst, die Dir am Herzen liegt.

„Coaching mit Bildern“ zeigt Dir, welche Dinge das in Deinem Leben gerade sind. Du machst Bilder: Etwas mit den Händen erschaffen, Materialeigenschaften spüren, Zusammenhänge zerstören und neue entstehen lassen – ohne künstlerischen Anspruch, aber als Schlüssel im Coaching-Gespräch. Vom Herzen über die Hand auf das Papier und von dort in den Kopf, in den Verstand. Deine Bilder zeigen Deine Assoziationen, Deine Emotionen und Gedanken. Du tauchst im Moment des Bildermachens ab, bist ganz auf Dich fokussiert und fühlst Dich nach dem Coaching wie befreit, weil das Besondere in Dir ans Licht getreten ist und greifbar geworden ist. Dieses gilt es zu sehen und zu kultivieren, so dass es immer stärker werden kann.

Hier findest Du einen Ausschnitt aus einem Coaching-Prozess: